Mitte Juni 2021 sind wir mit einer Wandergruppe durch den wunderschönen Nationalpark Stilfserjoch in Südtirol marschiert. Irgendwie ergab es sich in unserer kleinen Gruppe von fünf Leutchen plus Wanderführerin, dass das Thema Meditation aufkam, das unsere Wanderführerin gerne aufgriff. Und zwei von uns – eine Mitwanderin und ich – outeten sich als Meditationstrainer. Für so eine kleine Gruppe ist das der Mega-Gau, quasi ein Wunder – zwei Meditationslehrer in einer fünfköpfigen Gesellschaft. Das sprengt jeden Durchschnitt. 😊 Unserer Wanderführerin gefiel es, und so fragte sie in die Runde, ob wir denn nicht unterwegs eine Meditation einlegen könnten. Das wäre doch cool. Ja, sagten wir zwei Experten, wobei meine Kollegin mir den Vortritt ließ, nachdem ich erklärt hatte, dass ich Spezialistin für Kurzmeditationen sei.

Aber machen wir uns nichts vor: Es gab keine Hurra-Rufe und es war, wie es eigentlich immer ist: Wenn du nicht gerade in einem Retreat unterwegs bist, ist bei dem Thema Meditation stets eine gewisse Zurückhaltung zu spüren. Eine Runde Meditieren weckt niemals die Begeisterung wie die Einkehr in eine Almhütte😉.

Aber nichtsdestotrotz habe ich auf der unbewohnten Hütte, die ihr auf dem Bild seht, eine kleine Einführung in heilsames und unheilsames Denken gegeben und dann mit der Gruppe eine NO-MIND-Meditation geübt.

So weit so gut. Am nächsten Tag wollten wir dann eine weitere Meditationsrunde einlegen, die meine Kollegin übernehmen sollte, aber – wen wunderts – diese Meditationsrunde wurde schlichtweg unter den Tisch gekehrt. Sicherlich kein böser Wille. Ich selbst habe mich auch nicht getraut, es anzusprechen oder einzufordern. Denn ich möchte die Meditation in keinem Fall anderen aufzwingen. Das ist mir unangenehm und bringt auch nichts.

Mentales Training bleibt liebend gern auf der Strecke – ich erlebe es bei mir persönlich auch, wenn der Alltag mich überholt und Meditation dann ganz hinten angestellt wird. Abgesehen davon, dass es in unseren Breitengraden nicht selbstverständlich ist, den Nerv und vor allem den Zugang zu Besinnung oder Meditation zu haben.

Und dennoch:
Es ist für unsere Zufriedenheit und seelische Balance so wichtig, sich mit Meditation zumindest auszukennen. Denn wir haben nun mal automatisch mehr einen Hang zum Negativen als zum Positiven. So grüßt uns tagtäglich das Murmeltier unterschiedlicher und immer wiederkehrender Sorgen/Gedanken/Herausforderungen: Ängste, Erwartungen, Schuldgefühle, Mangelempfinden, Stress mit uns selbst und anderen, mit Situationen oder der Gesundheit. Und immer wieder verhagelt es uns die Laune, artet in Frust, Verzweiflung oder Spannungen und Streitigkeiten aus.

Wer zumindest ansatzweise den Ehrgeiz hat, ein erfülltes und zufriedenes Leben zu führen und nicht wertvolle Lebenszeit mit Ärger und Misslaune zu vergeuden, wird um die Auseinandersetzung und insbesondere um das Training von Herz und Geist nicht umhinkommen. Deshalb freue ich mich, dass ich euch hier in meinem mentalen Fitnessstudio dazu einladen kann, einfach und unkompliziert mit dem Training zu beginnen. _/\_