In der Kontemplation „Angst und Vertrauen“ von Roland Nyanabodhi zitiert er einen Text von Nelson Mandela „Über unsere tiefsten Ängste“. Der Text birgt wirklich Überraschungen:

„Unsere tiefste Angst ist es nicht, ungenügend zu sein.
Unsere tiefste Angst ist es, dass wir über die Maßen kraftvoll sind.
Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit, das am meisten Angst macht.
Wir fragen uns selbst, wer bin ich?
Von mir zu glauben, dass ich brillant, großartig, begabt und einzigartig bin?
Aber in Wirklichkeit:
Warum solltest du nicht so sein? Du bist ein Kind Gottes. Dein Kleinmachen dient nicht der Welt.
Es zeugt nicht von Erleuchtung, sich zurückzunehmen, nur damit sich andere um dich herum nicht verunsichert fühlen. Wir wurden geboren, um die Herrlichkeit Gottes, die in uns liegt, auf die Welt zu bringen. Sie ist nicht in einigen von uns. Sie ist in jedem. Und indem wir unser eigenes Licht scheinen lassen, geben wir anderen Menschen unbewusst die Erlaubnis, das Gleiche zu tun. Wenn wir von unserer eigenen Angst befreit sind, befreit unser Dasein automatisch die anderen.“

Das Gegenteil von unheilsamer oder ungesunder Angst ist heilsames Vertrauen. Vertrauen wir also auf uns selbst, vertrauen wir auf das Leben, vertrauen wir auf das Universum mit all seinen Wesen und Energien. Geben wir uns hin und erfüllen wir uns mit Liebe.

Deshalb benutze ich, wenn dann im Rahmen der Kontemplation die stille Meditation beginnt, immer mal wieder das Mantra bzw. die Denkformel „Vertrauen – Hingabe – Liebe…. Vertrauen – Hingabe – Liebe“ oder alternativ „Ich bin erfüllt von Vertrauen, ich bin erfüllt von Hingabe, ich bin erfüllt von Liebe“.

In unserem mentalen Fitnessstudio gibt es auch eine Übung dazu: das DenkRezept Angst/Panik. Es bringt uns ebenfalls ins Vertrauen und ergänzt noch den Aspekt MUT. Mut ist auch ein gesunder Gegenpol zur Angst. Um bei Nelson Mandela zu bleiben – zum Thema Mut gibt es folgendes Zitat von ihm: „Ich habe gelernt, dass Mut nicht die Abwesenheit von Furcht ist, sondern der Triumph darüber. Der mutige Mann ist keiner, der keine Angst hat, sondern der, der die Furcht besiegt.“

Die entsprechende Kontemplation von Roland Nyanabodhi findet ihr übrigens hier: Kontemplation Angst und Vertrauen