Es gibt Zeiten, da merke ich selbst, wie mein emotionaler Pegel hochfährt. Aufgedreht könnte man es nennen. Meist hängt es damit zusammen, dass ich viel Input bekomme, über den ich mich freue, der mich begeistert oder auch nachdenklich macht. Von daher ist mein Köpfchen ziemlich voll, ich bin irgendwie auf der Adrenalinspur unterwegs und mache stets weiter anstatt mir Ruhe zu gönnen. Vielleicht kommt auch noch eine bestimmte Jahreszeit, Wetterlage oder Sternenkonstellation hinzu – ich weiß es nicht genau. Jedenfalls passiert es mir dann, dass ich schlecht schlafe. Meist komme ich bis in die frühen Morgenstunden nicht an, und selbst Meditieren ändert daran nichts. Allerdings schaffe ich es dank meiner Meditation, mich nicht verrückt zu machen im Sinne von „Oh Gott, schon drei Uhr, immer noch nicht geschlafen und morgen bin ich platt!“ Ich übe mich im Entspannen, Schwermachen und Bodyscan sowie in No-Mind. Gelegentlich rezitiere ich Mantras wie OM MANI PADME HUNG. Schließlich ist die Nacht lang. Dabei bleibe ich ruhig liegen. Bloß nicht aufstehen, durch die Wohnung geistern oder sich gar mit irgendwelchen Aktivitäten die Zeit vertreiben. Im Schlaflos-Fall kommen bei mir noch zwei weitere Denkformeln zum Einsatz: Zum einen „ICH ERHOLE MICH VOLLKOMMEN.“ Das überzeugt mich davon, auch ohne Schlaf und nur durch Ruhen genügend Kraft für den nächsten Tag zu sammeln, um fit zu sein. Zum anderen „ICH VERTRAUE“. Nämlich darauf, dass sich der Schlaf schon einstellen wird, wenn der Körper ihn braucht. Wenn nicht diese Nacht, dann halt in der nächsten. Mit diesen Techniken komme ich in der Regel nach einer schlechten Nacht gut durch den nächsten Tag, ohne mich wie gerädert zu fühlen. Wobei ich am nächsten Tag durchaus mehr auf innere Ruhe achte, also dem Aufgedrehtsein keinen Vorschub leiste. Und dann klappt es normalerweise auch wieder mit dem Schlafen. 😊