Wenn es um Achtsamkeit geht, kennt ihr ja die Affirmationen aus dem entsprechenden DenkRezept ACHTSAMKEIT: Konzentriert sein im Hier und Jetzt, alles annehmen, was ist, und neutral und gelassen bleiben. Das kann sich auf uns selbst, unsere Mitmenschen oder Umstände und Situationen beziehen.

„Annehmen, was ist, und neutral bleiben“ bedeutet so viel wie nicht urteilen, nicht bewerten, nicht verurteilen. Das ist oft leichter gesagt als getan, je nachdem, mit welchen Herausforderungen oder Katastrophen wir es zu tun haben.

„Annehmen und neutral bleiben“ bedeutet dagegen nicht, lethargisch-stoisch alles hinzunehmen und handlungsunfähig zu bleiben. Nein, es bedeutet: Erst einmal alles urteilsfrei anzunehmen, was ist, und dann durchaus – wenn wir Bedarf und Möglichkeiten sehen – aktiv zu werden, um Veränderungen herbeizuführen. Schließlich sind wir der Meister unseres eigenen Lebens und zuständig, unser Bestes zu geben.
Wobei wir uns in Sachen Aktivität und Veränderung auf uns selbst beziehen sollten: Wir können jederzeit bei uns selbst anfangen, etwas zu ändern oder aktiv zu werden. Aber andere ändern zu wollen oder sie zu zwingen, aktiv zu werden, kann extrem schwierig werden und zum Scheitern verurteilt sein. Von daher bleibt uns bei anderen Menschen oft nur die Einstellung, sie anzunehmen, wie sie nun mal sind.

Ohne Frage ist das Annehmen keine einfache Praxis. Und der ehemalige Leiter vom Buddha-Haus, Roland Nyanabodhi, hat dazu eine eigene und – wie ich finde – sehr gute Metta-Meditation durchgeführt, die unser Herz öffnet und die ich euch empfehle.

Die Annehmenssätze lauten:
Annehmen, so wie es ist, ohne dass es anders sein muss.
Mit all den guten Seiten und all den Schattenseiten.
Mit all den Fähigkeiten und all den Fehlern.
Mit all dem Potential und all den Schwächen.

Das entsprechende Video findet ihr hier: