Unsere BASIC-Meditations-Reihe wurde durch ein neues DenkRezept ergänzt: Das DenkRezept LIEBE. Bei dieser Liebe geht es um gesunde Liebe. Was heißt das?

Gesunde Liebe bezieht sich nicht nur auf die Liebe zu uns selbst und unseren Angehörigen, sondern umfasst unser gesamtes Lebensumfeld. Gesunde Liebe basiert auf gesundem Denken. Und da gesundes Denken bedeutet, mit ruhigem und  klarem Kopf aus dem Herzen heraus zu leben, ist die gesunde Liebe folgerichtig nicht kopflos emotional, sondern gleichförmig in der Mitte bleibend.  Loslassen ist bei ihr automatisch integriert: Wir verstricken uns nicht in Romantik, im Besitzen oder Brauchen, in Eifersucht oder Rache. Gesunde Liebe liebt, ohne zu (ver-)urteilen und zu trennen, selbst wenn sie eine gesunde Abgrenzung einschließt. (Dem Thema „Abgrenzung“  widme ich in Kürze einen eigenen Blogbeitrag.)

Der indische Philosoph Osho (1931-1990) formulierte es so:  „Liebe ist Ausdruck deines Seins. Liebe sollte nicht Teil deiner Gefühlswelt sein. Gewöhnlich denken und erleben Menschen das so, aber alles, was dich überwältigt, ist sehr instabil. Es kommt wie ein Sturm und geht vorbei, es lässt dich leer, zerschmettert, voller Trauer und Sorgen zurück. Folgt man denjenigen, die das Wesen des Menschen im Ganzen kennen – seinen Verstand, sein Herz und sein Sein – dann sollte Liebe Ausdruck deines Seins sein, kein Gefühl. Gefühle sind sehr zerbrechlich, sie verändern sich ständig. In einem Moment scheinen sie alles zu sein, im nächsten Moment bist du einfach leer. Darum sollte man als erstes die Liebe aus dieser Menge an überwältigenden Gefühlen aussondern. Liebe ist nicht überwältigend.“

Die gesunde Liebe ist eine ungeheure anspruchsvolle und weise Form der Liebe, die ein Maximum an Energie, Leichtigkeit und Heilung erzeugt. Denn sie ist der stärkste gesunde Gedanken überhaupt. In jedem Lebensbereich halten wir ein liebendes, freundliches und gütiges Grundgefühl aufrecht und verstricken uns nicht in Ablehnung und Boshaftigkeit. Deshalb lernen wir beim Blickwinkelwechsel selbst Negatives zu lieben. Wenn wir etwas mit Liebe anpacken – sei es für uns selbst, einen Mitmenschen oder ein Projekt – dann geht es uns gut dabei und die Ergebnisse sind garantiert besser als bei einer lieblosen Herangehensweise. Deshalb sollten wir alles, was wir tun (müssen), mit Liebe tun und unsere Befindlichkeiten zurückstellen. Je breiter wir in Sachen gesunder Liebe aufgestellt sind, umso stärker wird sie uns erhalten bleiben und tragen und umso glücklicher werden wir sein.

Gesunde Liebe ist ganz eng verbunden mit Mitgefühl. Mitgefühl bedeutet, dass wir uns mit offenem Herzen in die Situationen von anderen hineinversetzen und damit mehr Verständnis für sie aufbringen. Wir versuchen, die Lage von ihrem Standpunkt aus zu erfassen, anstatt sie oberflächlich zu be- und verurteilen. Zumal wir vom Urteilen ganz wegkommen wollen, weil es immer Trennungen schafft. Die Dinge vom Standpunkt des anderen zu betrachten gehört ebenfalls zu den Blickwinkelwechseln, die wir bei den Denkrezepten trainieren. Wobei Mitgefühl bitte nicht zu verwechseln ist mit Mitleid. Weil wir generell Leid vermeiden wollen, pflegen wir konsequenterweise auch kein ungesundes Mitleid – weder mit uns selbst noch mit anderen.

Mitfühlende Liebe wünscht sich selbst und allen anderen, ja allen Lebewesen, Wohlergehen. Es ist die beste Methode, um Gewalt einzudämmen und für eine friedlichere Welt einzutreten. Mitgefühl steht auch in direkter Verbindung zu Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft.

Die Liebe-Meditation findest du im Cyber-FitnessStudio unter  „Hier trainieren“ oder als Video hier.