Ich bin immer weiter am Lernen. Und bei der Beschäftigung mit den Buddha-Haus-Angeboten (www.buddha-haus.de) in den letzten Wochen ist mir bewusst geworden, wie wichtig doch die Integration des Herzens in die tägliche Arbeit ist. Ich denke, sie kommt in unserem mentalen Fitnessstudio etwas zu kurz. Selbst wenn sie natürlich in vielen Denkrezepten wie DANKBARKEIT, LIEBE oder SELBSTWERT enthalten ist.

Roland Nyanabodhi, der spirituelle Leiter des Buddha-Hauses, verwendet dazu den Begriff „Herz-Geist“. Normalerweise kennen wir den Begriff Körper-Seele-Geist, aber Herz-Geist war mir nicht geläufig. Doch es trifft den Kern. Nur ein freudiger Geist kann meditieren, sagt Roland. Und freudig ist der Geist nur, wenn das Herz voll dabei ist.

Das Herz trainieren wir mithilfe der Metta-Meditation, auch Liebende-Güte-Meditation (LMG) genannt. Bei dieser Liebenden-Güte-Meditation, man könnte sie auch umdrehen in Gütige-Liebe-Meditation, geht es darum, bedingungslose Liebe im eigenen Herzen zu spüren. Quasi Herzensqualität zu entwickeln. Und das Wichtige dabei ist: Wir fangen mit dieser Liebe immer bei uns selbst an. Erst wenn wir uns selbst gut versorgt haben, können wir es wirklich auf andere Menschen und schließlich auf alle Lebewesen übertragen. Gemäß dem Motto: „Nur wenn ich es schaffe, mich selbst anzuerkennen und zu lieben, trotz allem, was ich von mir selbst weiß, dann kann ich auch andere anerkennen und lieben.“ (Ayya Khema) Bedingungslose Liebe zu uns selbst bedeutet frei zu sein von Reue und Gewissensbissen, zu erkennen, aber nicht zu tadeln oder zu rechtfertigen. So, wie ich hier bin, so ist es richtig. Bedingungslose Liebe bringt Gemütserlösung, wie so schön gesagt wird.

Wenn wir die bedingungslose Liebe dann auf andere übertragen, erzeugt dies ein Gefühl der Vereinigung, also ein Zusammengehörigkeitsgefühl. Das hebt die Dualität auf, das ständige Einteilung und (Ver-)Urteilen in Gut und Böse, Freund und Feind. Es hilft uns, uns nicht von dem getrennt zu fühlen, was um uns herum existiert. Dadurch ist es auch möglich, allmählich die (Existenz-)Angst zu verlieren und uns hinzugeben.

Die Liebende Güte Meditation (LGM bzw. Metta) gibt es in unterschiedlichen Varianten:
Liebende Güte Meditation Dankbarkeit
Liebende Güte Meditation Kraft des Annehmens
Liebende Güte Meditation den Körper annehmen
Liebende Güte Meditation Vergebenspraxis
Liebende Güte Meditation Bester Freund
Liebende Güte Meditation Mutter und Kind
Liebende Güte Meditation Mitgefühl
Ihr findet viele Metta-Meditationen im Netz. Es ist oft Geschmacksache, welche Meditationen, welche Stimmen, welche Eigenschaften der Lehrer einen ansprechen oder eben nicht.

Mit Hilfe der Metta-Meditationen wollen wir unser Herz ganz weit öffnen und es immer wieder in Sachen der vier sogenannten göttlichen Verweilungsstätten schulen, die da wären:
Liebende Güte – Mitgefühl – Mitfreude – Gleichmut
Diesen sollten wir uns regelmäßig widmen und dabei immer zuerst mit uns selbst anfangen.

Noch ein Tipp:
Ein freudiger Geist und liebevolle Güte für sich selbst sind gute Voraussetzungen für jede Meditation, und es empfiehlt sich, sie grundsätzlich als Einstimmung dazu zunehmen.

Das einzige Heim, das der Geist bekommen kann, ist ein Heim im eigenen Herzen – durch Meditation.“ (Ayya Khema)

Ayya Khema empfiehlt:
Liebende Güte Meditation täglich zu trainieren, egal in welcher Form (Dankbarkeit, Vergebung …)
Liebende Güte Kontemplation regelmäßig zu machen
Liebende Güte bei jedem Menschen zu trainieren, der uns begegnet