Seit dem letzten Blogeintrag sind fast anderthalb Monate vergangen. Seitdem ist auch einiges passiert. So unser zweiter Urlaub dieses Jahr an der ligurischen Küste, in der Region Cinque Terre. Als begeisterte Wanderer und Schwimmer kommen wir hier mit Bergen, Wald und Meer voll auf unsere Kosten. Es gibt viele Wanderwege, sogar einen Camino de Santiago, die recht anspruchsvoll sind. Auf der Hinfahrt sind wir über Como gefahren, und dort habe ich in einer Kirche dieses wunderschöne Kirchenfenster entdeckt, das ihr als Blogbild seht. Es hat mich direkt berührt, es passt für mich sehr gut als Visualisierung.

Dann habe ich den Entschluss gefasst, einen 14-tägigen Arbeits- und Meditationsretreat im buddhistischen Kloster Metta Vihara in der Nähe von Kempten zu verbringen. Ich beschäftige mich ja schon seit geraumer Zeit mit dem Buddha-Haus-Projekt, und ihr habt bereits etliche Verlinkungen in meinen Blogbeiträgen gefunden. Dieses Projekt stellt uns einen wahren Schatz an Informationen zum spirituellen Weg zur Verfügung, und insbesondere die Lehrreden und Meditationen von der Gründerin Ayya Khema († 1997) und dem Lehrer Roland Nyanabodhi finde ich sehr inspirierend. Über die Vielfalt der Angebote könnt ihr euch hier selbst einen Eindruck verschaffen: https://www.youtube.com/c/BuddhaHausMettaVihara/videos
Ich sehe das Buddha-Haus Projekt als eine wunderbare Erweiterung zu McDenk und ideal für alle, die tiefer in die Thematik einsteigen wollen. Genial ist auch, dass wir uns im deutschsprachigen Raum befinden und es, gerade bei verbalen Feinheiten, keine Sprachbarrieren gibt. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass das bei buddhistischen Klöstern im Ausland nicht immer so einfach ist.

Durch die Beschäftigung mit diesem Projekt betrachte ich auch den Bodyscan, der bei mcdenk unter Specials zu finden ist, mit neuen Augen. Weil er auch als Läuterungsprozess gesehen werden kann. Ayya Khema hat die „Stück-für-Stück-Meditation“ entwickelt – das ist ein Bodyscan der Superlative. Was heißt: Er dauert keine 4, sondern 58 Minuten 😉 Wen es interessiert, hier der Link:  

Anfang dieser Woche habe ich übrigens zufällig mitbekommen, dass hier in Bad Soden-Salmünster am 2. Oktober 2021 ein Halbmarathon stattfindet. Obwohl ich derzeit überhaupt nicht auf 21 km trainiert bin und die Zeit knapp ist, war es mir irgendwie eine Verpflichtung, mich anzumelden. Einen Halbmarathon im eigenen Städtchen – das gab es bisher nicht. 250 Personen sind zugelassen. Ich habe keine Ahnung, wieviel sich bisher angemeldet haben, aber mir wurde die Startnummer 133 zugeteilt. Wobei ich es entspannt angehe. Ich laufe, was ich laufen kann. Falls es nicht klappt, sammelt mein Mann mich (hoffentlich) unterwegs ein – falls er mich in den Waldstrecken findet 😊. Aber dennoch nutze ich die nächsten Tage, um zumindest 12 und 15 km Strecken zu trainieren – ein bisschen Ehrgeiz und Kampfgeist muss schon sein.