Liebe Freunde von McDenk, fast zwei Monate habe ich hier in meinem Blog nichts von mir hören lassen. Ich hatte schlichtweg keine Zeit, denn es waren bewegte Zeiten. Zum einen habe ich einen zweiwöchigen Arbeits- und Meditations-Retreat im buddhistischen Kloster Metta Vihara bei Kempten absolviert. Das war etwas ganz Neues und gleichzeitig sehr Inspirierendes für mich. Allein drei Stunden täglich auf dem Meditationskissen zu sitzen, ist ein Job für sich. Wobei ich meistens auf dem Stuhl saß. Das vermied Rückenweh, und wenn ich meine Nachbarschaft beobachtete, die oftmals auf der Suche nach schmerzfreien Sitzpositionen war, war das eine gute Entscheidung. Interessant war übrigens, dass der überwiegende Teil der Klosterbesucher junge Leute waren. In dem Kreis der Retreatler bildete ich anfangs altersmäßig das Schlusslicht. Insgesamt fühlte sich die Metta-Vihara, trotz der eingeforderten Klosterregeln, auch ein bisschen als wohlmeinende, mitfühlende Hippie-Kommune an. Was ich liebe. Ich hatte das Gefühl, da richtig zu sein. Und es war herrlich, was ich ansonsten noch alles vor Ort erlebt habe … es glaubt mir wahrscheinlich kein Mensch. Aber es würde hier zu weit führen, mich in Details zu verlieren.

Früher waren bei den Retreats in der Metta Vihara übrigens weibliche Teilnehmer in der Überzahl. Das verändert sich derzeit. Immer mehr junge Männer sind auch auf der Suche nach tieferem Sinn, und so muss die „Frauen-Etage“ nun aufgeteilt werden. Und: Die Metta Vihara ist ausgebuchter als jemals zuvor. Die Organisatoren wundern sich nur so über die gigantische Nachfrage. Das brachte mich auf die Vision, sollte ich jemals über entsprechende finanzielle Mittel verfügen, würde ich ein weiteres Retreat-Zentrum in der Mitte Deutschlands, wo das Buddha-Haus bisher (leider) überhaupt nicht vertreten ist, eröffnen. Sprich konkret im Rhein-Main-Gebiet, also Bad Soden-Salmünster. 😊 Darüber sprach ich auch kurz mit Dorothea, unserer Retreatleiterin. Sie meinte, nicht das Finanzielle sei die Herausforderung, sondern die Menschen zu finden, die bereit seien, sich für ein solches Projekt wirklich langfristig zu engagieren. „Das Geld folgt den Menschen“, meinte sie. Also brauche ich Mitstreiter … Falls ihr euch angesprochen fühlt, meldet euch bei mir.

BEWEGTE ZEITEN

Ein wirklicher Pluspunkt an dieser Retreatzeit war, dass wir in unserer spirituellen Retreatleiterin Dorothea (kurz Doro) Wettengel jemanden hatten, der uns nicht nur meditativ, sondern auch psychologisch in halbstündigen Einzelgesprächen unterstützte. Das ist nicht selbstverständlich. Sie übernahm eine Art „Supervisor“-Funktion, die allen Teilnehmern zugute kam. Für mich persönlich ging das Fazit dahin, dass ich als mentale Trainerin eine gute „Workoutlerin“ bin, was eine sehr gute Grundlage bildet, aber dass ich meiner Meditationspraxis noch einen Schuss mehr Hingabe und Gefühl geben könnte. Mehr fallenlassen und weniger anstrengen, um tiefer in die Meditation einzusteigen. Darüber habe ich dann in meinem Kämmerchen viel nachgedacht.

Bis ich allen Input der Metta Vihara verdaut hatte, ging es schon wieder weiter. Nämlich für zwei Wochen gemeinsam mit meinem Mann nach La Gomera. Die Reiserei ist zu Corona-Zeiten ja nicht immer einfach, und man darf wirklich nicht zu sehr Bedenkenträger sein, sonst bleibt man gleich daheim, zumal wenn schon wieder eine neue gefährliche Virus-Variante um die Ecke lauert. Aber wenn ich dann sehe, wie viele Gleichgesinnte unterwegs sind, dann ist es den Mut wert. Ich wollte diese Insel schon sehr lang erkunden und sie hat wirklich bestätigt, was ich mir vorgestellt habe: kein Massentourismus, viel Individualismus und gerade im Bereich des Valle Gran Rey sehr viel Entspanntheit. Zudem extrem viel Wander- und Naturerlebnisse. Es ist für uns wirklich ein guter Ort, um für einige Wochen dem deutschen Winter zu entkommen.

Wieder zuhause und zurück zu McDenk habe ich beim Anblick der Zugriffszahlen bei Google-Analytics gestaunt, dass mir wohl niemand meine „Abstinenz“ übel genommen hat. Ich wundere mich manchmal selbst über diese Zugriffszahlen. Und ich war echt baff, als ich mitbekommen habe, dass bei meinem DenkRezept NO-MIND auf Youtube mittlerweile Werbung eingeblendet wird. Es ist nicht so, dass ich die Werbung mag. Keineswegs. Aber ich hätte nicht gedacht, dass es eines meiner Videos überhaupt auf die „Werbeplattform“ schafft. 😉